Schlagwort-Archive: Studentenleben

Blogprojekt: Studieren Weltweit – Studium in Irland

 

Auch wenn es auf diesem Blog im Moment eher ruhig ist, schreibe ich auf Studieren Weltweit weiter fleißig über meine Zeit in Galway an der Irischen Westküste. Hier eine Übersicht einiger Artikel zu den Themen Planung und Finanzierung von ERASMUS-Jahr und Auslandsstudium sowie meinem Studienalltag mit Sehbehinderung. Für Fotos könnt ihr mir zusätzlich auf Instagram folgen.

Finanzierung eines Erasmus+ Studiums mit Behinderung

Im Post „Wohin als Studierende mit Behinderung?“ habe ich die wichtigsten Anlaufstellen für die Planung meines Erasmus+ Jahres an der National University of Ireland Galway genannt. Ich habe viel Verständnis und Hilfe von meinem Erasmus+ Koordinator, dem Akademischen Auslandsamt und dem International Office bekommen. Alle Mitarbeitenden haben mich in meiner Entscheidung ins Ausland zu gehen bestärkt.

Artikel lesenArtikel lesen

Ein Königreich für ein Bett – Wohnen in Galway

Nachdem Finanzierung und Kursauswahl für den ERASMUS+– Aufenthalt in Irland geregelt waren, galt es ein Zimmer in Galway zu finden. Ich bin kein Fan von WGs, aber nachdem ich mir einige irische Webseiten zur Wohnungssuche  angesehen hatte, wurde mir klar, dass eine eigene Einraumwohnung ein Wunschtraum bleiben würde.

Artikel lesen

Ich packe meinen Koffer: Irland Essentials

Mir wurde erst richtig bewusst, dass mein ERASMUS+-Jahr jetzt startet, als ich wenige Tage vor Abflug nach Galway anfing meinen Koffer zu packen. Hier ein paar nützliche Hinweise fürs Kofferpacken im Allgemeinen und ein paar Dinge die auf einer Irlandreise nicht fehlen dürfen.

Artikel lesen

Studentenjobs im Ausland – Telefonauskunft

Viele Studierende arbeiten irgendwann im Laufe ihres Studiums im Kundensupport am Telefon. Im Ausland auf Englisch mit wildfremden Menschen zu telefonieren, von denen einige einen starken irischen Akzent haben oder selbst Ausländer sind, ist allerdings noch eine Stufe anspruchsvoller.

Artikel lesen

Studieren mit Sehbehinderung

In diesem Post möchte ich kurz erklären, wie blinde und sehbehinderte Studierende arbeiten. In den letzten Jahren hat sich die Technik auf diesem Gebiet stark weiterentwickelt und das Internet erleichtert uns vieles. Trotzdem ist es immer noch schwierig an barrierefreie Fachliteratur zu kommen.

Artikel lesen

Advertisements

Über Umwege zum Home-Office – Auslandsjahr im Studium und Dann?

Als ich wie in letzter Zeit so häufig mal wieder planlos durch abonnierte Blogs und Twitter stöberte, fand ich den Aufruf zur Blogparade Abenteuer Home-Office und dachte, dass mich die Thematik auch betrifft. Als Studentin in der letzten Phase eines BA Studiums Anglistik bin ich zwar nicht Selbstbeschäftigt im klassischen Sinne, trotzdem muss und möchte ich mich jeden Tag aufs Neue selbst beschäftigen, selbst motivieren und selbst kritisieren.  

Am Anfang war Alles Anders

Als ich zum Wintersemester 2011 mein Studium an der Uni Leipzig – damals noch mit Hauptfach Germanistik – begann, war ich ehrlich gesagt ziemlich überfordert mit den neuen Anforderungen. Egal wie gut die Vorbereitung in der Schule war, der Eintritt ins Studentenleben ist für alle Schüler eine große Umstellung. In meinem ersten Jahr viel es mir schwer wichtige Aufgaben zu priorisieren. Ich wollte alle Übungen möglichst ausführlich bewältigen, aber die Zeit schien irgendwie nie zu reichen und ich fühlte mich selten ausreichend vorbereitet. Immer gab es noch ein Buch, das ich lesen hätte müssen, können, sollen…

Dank des neuen Bachelor -Master Systems war mein Stundenplan voll mit interessanten und weniger interessanten neuen Fächern: Literaturwissenschaft war plötzlich mehr als „Was will uns der Dichter damit sagen?“; In der Grammatik gab es plötzlich selten richtig oder falsch; und auf einmal musste ich Alt –und Mittelenglisch lesen und Wörter (neuerdings Lexeme) phonologisch transkribieren können. Bücher mussten eingescannt und bearbeitet werden und obwohl die studentischen Scannkräfte immer gute Arbeit leisteten, hatte ich oft das Gefühl nicht rechtzeitig fertig zu werden – Eine endlos scheinende Abfolge von Referaten, Hausarbeiten und Prüfungen unterbrochen von Semesterferien, in denen ich mich zwar erholte, aber gleichzeitig das Gefühl hatte, alles Gelernte zu vergessen oder mindestens zu verdrängen.

Schnell bemerkte ich, dass das WG Leben eher nichts für mich ist. Anfangs dachte ich nach zwölf Jahren im Internat wäre es für mich kein Problem mehr mit anderen Menschen zu leben; im Gegenteil ich glaubte sogar es wäre schrecklich alleine zu wohnen. Aber im Internat gab es Erzieher um Streits zu schlichten, alle hatten einen ähnlichen Tagesablauf, wir mussten nicht putzen und kochen und viele kannten sich seit dem Sandkasten. Vielleicht lag es an der WG-Zusammensetzung, insbesondere der Tatsache, dass ich der einzige Erstie war und die anderen Medizin oder Jura studierten. Auf jeden Fall verließ ich nach dem ersten Semester fluchtartig die WG und zog in ein winziges und ziemlich ramponiertes Einzelzimmer im Studentenwohnheim – meine erste eigene Bude.

Klappe die Zweite

Im zweiten Jahr gestand ich mir selbst endlich ein, dass es mit meiner Sehbehinderung und meinem Ehrgeiz sinnvoller wäre, weniger Kurse pro Jahr zu belegen. Wozu durchs Studium rasen ohne Zeit zu haben sich mit interessanten Themen mehr zu beschäftigen, wenn man sowieso länger Bafög bekommt? Außerdem hörte ich auf jedes oder jedes zweite Wochenende einmal quer durch Deutschland zu fahren.

Leider war der soziale Anschlusszug in meinem Studienjahrgang zu dieser Zeit schon abgefahren. Während den ersten, wichtigen Monaten, in denen sich noch niemand kannte und Grüppchen gebildet wurden, hockte ich in der Bibliothek oder gondelte durch die Pampa. Meine Mitstudierenden blieben für mich lange die sprichwörtliche graue Masse. Hinzu kommt, dass ich meinen Blindenstock kaum bis gar nicht benutze und die Leute daher nicht wissen können, dass ich nicht unhöflich bin, wenn ich sie nicht grüße oder mich alleine irgendwo hinsetze, sondern sie einfach nicht sehe. Wenn ich gute Laune habe, sage ich den Leuten das einfach, aber ich bin mir nicht sicher, wie effektiv diese Methode wirklich ist. Jedes Mal sage ich mir, ich benutze den „Knüppel“ mehr, wenn ich wieder irgendwo neu anfange, aber nach ein paar Wochen gebe ich den guten Vorsatz wieder auf; Nicht unbedingt weil ich schlechte Erfahrungen mit den Reaktionen meiner Mitmenschen mache oder mich schäme, sondern weil ich die Stöcke ständig in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln vergesse und ihnen dann hinterher renne. Außerdem ist meine Stocktechnik eine Katastrophe und ich trage das Ding eher wie einen Zauberstab durch die Gegend. Vielleicht sollte ich über einen Führhund nachdenken, den lasse ich hoffentlich nicht irgendwo Sitzen.

Mein Stundenplan war immer noch relativ voll und ich suchte mir Veranstaltungen am Vormittag aus, damit ich früh aufstehen musste und einen geregelten Tagesablauf hatte. Um Anschluss zu finden traf ich mich mit Ausländischen Studierenden um ihnen beim Eingewöhnen in Leipzig und Deutsch lernen zu helfen. Das war eine tolle Erfahrung, nur leider blieben die Leute meistens nur für ein Semester. Außerdem fing ich an für ein recht kurzlebiges studentisches Onlinemagazin Rezensionen zu schreiben. Mir wurde plötzlich bewusst, wie viele Konzerte, Theateraufführungen, Kunstprojekte und Lesungen in Leipzig regelmäßig stattfinden. Ich bekam kostenlose Tickets und konnte meistens sogar noch jemanden mitnehmen. Nach dem zweiten Studienjahr fühlte ich mich in Leipzig zu Hause.

Auf und Davon!

Dank des ERASMUS-Programms, einem großartigen Angebot des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, verbrachte ich mein drittes Studienjahr in Galway, einer Kleinstadt an der Irischen Westküste. Im Nachhinein betrachtet war dies die beste Zeit meines Studiums – vielleicht sogar die beste Zeit meines bisherigen Lebens. Über diese unvergessliche Erfahrung, aber auch über die Hürden bei der Planung möchte ich später noch schreiben.

In Irland lebte ich in einer Art idyllischen Blase: Als eine von hunderten internationalen Studierenden konnte ich noch einmal völlig von vorne anfangen. Unis im englischsprachigen Raum funktionieren anders als in Deutschland; wenn man will, kann man den ganzen Tag auf dem Campus verbringen. Es gibt Clubs für so ziemlich alle Sportarten von tanzen, über tauchen und Kajak-Fahren bis hin zum Bergsteigen. Eine unglaubliche Vielfalt von Societies organisiert Konzerte, Ausflüge und Spielabende. Da weiß man wenigstens was mit den nicht gerade geringen Studiengebühren passiert. Neben Kunst und Kultur bieten Galway und Irland im Allgemeinen unglaubliche Landschaften und jede Menge Meer. Für Menschen wie mich, denen es schwer fällt den ersten Schritt in der Kontaktaufnahme zu gehen, sind die Iren der ideale Menschenschlag. Man wird immer irgendwo angesprochen und fühlt sich irgendwie dazugehörig. Aber ich komme mal wieder ins Schwärmen, dazu soll es später wie gesagt extra Beiträge geben.

Und Jetzt?

Wer so ausdauernd ist und immer noch mitliest, erfährt jetzt endlich was diese Ausschweifungen über mein Studium mit der Blogparade Home-Office zu tun haben:

Nach einer Sommerurlaubsverlängerung in Irland schlug ich wieder in Deutschland auf und freute mich Familie und Freunde wieder zu sehen. Bis auf einen zweiwöchigen Besuch von meiner besten Freundin und gelegentlichen Zweizeiler-Mails und noch selteneren Skype-Anrufen hatte ich ziemlich wenig Kontakt zu Deutschland. Mir war schon nach den ersten Monaten in Irland klar, dass ich dort weiter studieren wollte und meine Zukunftspläne konzentrierten sich von da an ausschließlich auf dieses Ziel.

Nach einer neuen WG-Episode und im Vergleich zu Leipzig irrsinnig hohen Mietpreisen in Galway, gönnte ich mir den Luxus eines frisch sanierten, super-modernen Einzelzimmers in der Leipziger Innenstadt. Zu meiner Überraschung bekam ich alle im Ausland erworbenen ECTs (Leistungspunkte) angerechnet und plötzlich waren für mein viertes und letztes Studienjahr nur noch ein Modul und die Bachelor-Arbeit übrig. Ich war begeistert und fühlte mich gleichzeitig ein bisschen Arbeitslos. Ich ging immer zu meinen Veranstaltungen und besuchte aus Interesse sogar andere Vorlesungen. Schnell stand ein Bachelor Thema fest: Frauen während der Irischen Hungersnot im 19. Jahrhundert. Ebenso schnell waren die wenigen Bücher der Bibliothek zum Thema gelesen. Der Literaturmangel bot mir ausreichend Gründe einen Flug nach Irland in der Semesterpause zu buchen – Recherche und Urlaub in einem! Schon im November begann ich die Tage bis zum ersten März zu zählen.

Wozu?

Von meinen Freunden in Leipzig waren nicht mehr viele übrig. Die meisten hatten fertig studiert und waren weggezogen. Oder noch schlimmer: viele Leute hatten sich überhaupt nicht verändert und waren aus meiner Sicht immer noch am selben Punkt an dem sie vor einem Jahr gewesen waren. Wir hatten uns wenig zu sagen und ich gab mir zugegeben nicht viel Mühe mich wieder einzuleben. Wozu wenn ich in nicht mal einem Jahr wieder nach Irland gehe? Wozu neue Freundschaften knüpfen, wenn sie die Distanz über den Atlantik dann doch nicht überleben?

Aber so ein paar Monate können verdammt lang werden, besonders wenn man nach Trubel, Partys und Ausflügen alleine in der eigenen Bude hockt. Ja ich habe zu tun, aber eben nicht genug oder besser gesagt, nichts was unbedingt ganz schnell fertig werden muss. Ich sitze vor meinem Computer recherchiere und schreibe an meiner Abschlussarbeit, lerne für die einzige Prüfung die ich habe, lese Bücher, surfe durchs Internet und freue mich auf Nachrichten aus Irland. Auf der anderen Seite werde ich neidisch und sentimental, wenn mir meine Irischen Freunde erzählen was sie machen, auch wenn sie bloß abends für ein Pint in den Pub oder Sonntags wandern gehen. Und ich bekomme ein schlechtes Gewissen, da ich mich eigentlich freue, dass es ihnen gut geht.

Auf Twitter und Facebook folge ich fast ausschließlich Irischen Accounts, obwohl es zugegeben nicht besonders gesund ist in real time zu lesen, was ich in Galway alles verpasse. Genaugenommen habe ich mir den ganzen Social Media Kram nur angeschafft, um diesmal besser mit meinen Freunden in Kontakt zu bleiben. Obwohl ich mir nicht so sicher bin, ob das wirklich hilft. Zuhause höre ich nur noch Irisches Internetradio wodurch ich von Legida und Co erst erfuhr, als plötzlich keine Straßenbahnen mehr fuhren und die Stadt lahm lag, weil überall Menschenmengen waren. Übrigens interessant zu hören, wie die ausländischen Medien über die Demonstrationen berichten, um eine andere Perspektive zu bekommen.

Zweigeteilt

Ich habe ein paar halbherzige Versuche gemacht mir Beschäftigungen zu suchen. Ich wollte mich im StudentInnen Rat für Inklusion einsetzen, aber als ich am Ende nicht zur Referentin gewählt wurde war ich sogar erleichtert. Vielleicht hätte das Amt doch zu sehr von meiner Abschlussarbeit abgelenkt. Von der Note hängt schließlich ab, ob ich den Studienplatz in Irland bekomme oder nicht. Außerdem bin ich einer der unpolitischsten Menschen überhaupt. Ich wollte etwas im Alltag von Studierenden mit Behinderungen und Chronischen Erkrankungen verbessern, auch wenn ich noch nicht so genau wusste wie oder was. Was ich nicht wollte war mich mit Bürokraten rumärgern und Protokolle schreiben, auch wenn das wohl unvermeidbar ist um langfristig etwas zu erreichen. Am Ende tat ich, was ich in letzter Zeit viel zu häufig tue, ich gab auf und verschwand.

Mit der Suche nach freiwilliger Arbeit war es das Gleiche: Ich wusste nicht was, fand nichts Geeignetes und beendete das frustrierende Unterfangen mit der Ausrede: Wozu? In ein Paar Monaten bist du eh weg. Aber Tage, Wochen und Monate in der Warteschleife mit diesem unbefriedigenden Gefühl nichts erreicht zu haben können manchmal ziemlich zermürbend sein. Auch aus der Idee Mitglied in einem Fitnessstudio zu werden wurde nicht viel. Was soll ich mit einer Jahresmitgliedschaft, wenn ich höchstens acht Monate brauche? Außerdem heißt das nächste Studio McFIT was irgendwie wie die Verarsche eines Irischen Nachnamen klingt und auf der Internetseite suchten sie gerade Models für ihre neue Fotostrecke. Nein, lieber doch nicht. Also nutze ich den Stepper und das Fahrrad, die die Vermietung freundlicherweise in einem leeren Raum zur Verfügung stellt. Ein bisschen wie ein Hamster im Rad, aber es erfüllt seinen Zweck und kostet nichts.

Nachberatung: Wie geht es dem Patienten?

Die Uni und das Auslandsamt bereiten Studierende sehr gut auf ihre Auslandsaufenthalte vor, aber warum gibt es nicht so eine Art Nachbereitung? Ich habe vor einer Weile einen ZEIT Campus Artikel über Deutsche, die langfristig im Ausland geblieben sind, gelesen. Ich kann mir sehr gut vorstellen warum: um nach der Rückkehr nicht in ein Loch der Planlosigkeit zu fallen. Die Mobilität unter Studierenden hat auch Nachteile: Ich persönlich fühle mich manchmal entwurzelt und die Menschen, die mir wichtig sind, sind oft nicht da wo ich bin. Dieses Gefühl können E-Mails, Skype und Co auch nicht überwinden. Nach fast einem halben Jahr wieder in Deutschland fange ich endlich an zu realisieren, dass ich wieder mehr im Hier und Jetzt leben muss und inzwischen habe ich auch ein kreatives Projekt gefunden, dass für mich relevant bleiben wird,  wenn ich wieder ins Ausland gehe. Auch wenn ein Auslandsjahr einige Nachteile mit sich bringt, empfehle ich es trotzdem: Diese Zeit hat unglaublich zu meiner persönlichen und akademischen Weiterentwicklung beigetragen. Ohne diesen Lebensabschnitt wäre ich heute nicht wo ich bin und hätte viele tolle Menschen niemals getroffen. Mit entsprechender Planung können auch Studierende mit Behinderungen diesen Schritt gehen. Leider tuen das noch viel zu wenig.

Perspektivwechsel

Ich glaube mich jetzt besser in ausländische Studierende, die nach Deutschland kommen, versetzen zu können. Früher habe ich mich immer gefragt, warum die immer unter sich bleiben und sich nicht integrieren. Jetzt da ich den Vergleich zu anderen Ländern habe, weiß ich wie schwierig das für sie sein muss. Wir Deutschen sind nicht unfreundlicher oder unsozialer als andere Europäer, wir wirken nur auf den ersten Blick unnahbarer und distanziert. Dadurch fällt es erstmal schwer Freundschaften zu knüpfen. Wenn man uns einmal besser kennt, entstehen oft anhaltende Freundschaften. Aber wenn alle so sind wie ich, wer macht dann den ersten Schritt?

Alles in Allem glaube ich, dass die meisten Studierenden irgendwo Einzelkämpfer sind. Gut, man geht zusammen in die Mensa, unterhält sich vor Seminaren, macht ab und zu etwas zusammen, aber im Endeffekt arbeiten und lernen alle für sich allein. Ich mag Lerngruppen, allerdings habe ich das Gefühl allein effektiver arbeiten zu können.

Im Herbst bekommen wir dann alle unser Abschlusszeugnis, wahrscheinlich sogar ohne feierliche Übergabe und das war’s. Aus den Augen aus dem Sinn. Weiter zum Masterstudium oder in die Jobsuche. Nach vier Jahren Schluss, aus vorbei und weiter im Text.

Aber halt, da sind wir ja noch gar nicht. In ein paar Tagen ist erstmal März und ich fliege zurück nach Irland, wenn auch nur für drei Wochen.